Auf dieser Seite habe ich auf dieser Seite einige praktische Hinweise und Erfahrungen zum Arbeiten und Leben in Schweden zusammengestellt. Einige der Informationen sind veralten schnell, daher bitte zusätzlich aus aktuellen Quellen informieren. Generell gilt, dass eine Auswanderung steht und fällt mit der Eigeninitiative und Kreativität beim Beschaffen von Informationen.
Sommerurlaub ist eine Sache. Das tägliche Leben eine andere. Und wer Schweden nur zur Erholung im Sommer (oder vielleicht sogar nur aus Büchern) kennt, sollte es sich zunächst einmal auch im Alltagsleben und zur kälteren (und dunkleren) Jahreszeit ansehen
Wer sich dieser Punkte bewusst ist, darf weiter lesen...
In Schweden sind Referenzen bei der Bewerbung wichtig. Man braucht sie zwar nicht im Lebenslauf mit anzugeben, sollte aber darauf gefasst sein, beim Vorstellungsgespräch nach solchen gefragt zu werden. Und es ist durchaus auch üblich, dass man die Referenzpersonen anruft und nachfragt.
Ein paar weitere Tipps zum Bewerben gibt es bei Arbetsförmedlingen.
Aufenthaltserlaubnis - Eine Aufenthaltserlaubnis benötigt man, wenn man sich längere Zeit im Lande aufhalten will. Dies gilt auch für EU-Mitbürger. Dafür zuständig ist das Migrationsverket. Als Deutscher ist es problemlos möglich, nach der Einreise am Wohnort bei dem lokalen Büro von Migrationsverket die Einreiseerlaubnis zu beantragen. Für die Aufenthaltserlaubnis braucht man bestimmte Voraussetzungen, zum Beispiel einen abgeschlossenen Arbeitsvertrag.
Demgegenüber braucht man als EU-Mitbürger keine Arbeitserlaubnis, die hat man automatisch.
Personennummer - Eine schwedische Besonderheit. Mit dieser Nummer, die aus dem Geburtsdatum und vier weiteren Ziffern besteht, identifiziert man sich überall. Ohne Personennummer bekommt man kein (Festnetz-)Telefon, kein Bankkonto und stößt auf Probleme bei der Wohnungssuche - eigene Erfahrung. [Diese Einschränkungen gelten i.d.R. nicht für Austauschstudenten, denn die Personennummer bekommt nur, wer sich für mindestens ein Jahr im Land aufhalten wird.]
Die Personennummer bekommt man in Deutschland über die schwedische Botschaft oder die Konsulate.
Ist man bereits nach Schweden eingereist und hat dort eine feste Adresse, bekommt man die Personennummer, wenn man sich bei der Finanzbehörde Skatteverket anmeldet. Diese Behörde erfüllt zugleich die Funktion des Einwohnermeldeamtes. Für die Neuanmeldung ist ein Bescheid über die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis nötig (ein vorläufiger reicht aus). Es dauert circa eine Woche, bis man nach der Anmeldung die Personennummer an seine Adresse per Post zugeschickt bekommt.
Führerschein - Ein in Deutschland (oder anderen EU-Staaten) ausgestellter Führerschein gilt in Schweden unbeschränkt weiter. Man kan ihn in einen schwedischen umtauschen, braucht es aber nicht. Nachteil eines Umtausches ist, dass die schwedischen Führerscheine jeweils nur 10 Jahre gelten und dann erneuert werden müssen. Vorteil ist, dass ein schwedischer Führerschein auch als eine Art Personalausweis (ID-Kort, s.u.) verwendet werden kann. Beim Umtausch der alten deutschen Führerscheinklasse 3 bleiben die Berechtigungen für 7.5-t-LKW (neudeutsch C1/C1E), schwedisch C mit Kennziffer 74 und CE mit Kennziffer 76) erhalten. (Für Experten: Die deutsche Erweiterung CE, Kennziffer79 für Gespanne bis 18.5 t kann nicht umgeschrieben werden.)
Mehr Informationen: Transportstyrelsen - Körkortsportalen.
ID-Kort - eine Art Personalausweis für alle in Schweden lebenden Personen (jedoch ohne Nationalitätsangabe, daher kein Passersatz) Wird ausgestellt vom Skatteverket, dazu ist ein deutscher Pass (der der Pass eines anderen EU-Landes), ausgestellt nach dem 1. September 2006 erforderlich.
Mehr Informationen: Skatteverket.
Diese Regelung ist neu seit Juni 2009, davor war es eine zeitlang für Ausländer praktisch unmöglich, eine ID-Kort zu bekommen, da offiziell nur schwedische Identitätsnachweise beim ausstellen akzeptiert wurden. Hat man einen schwedischen Führerschein gilt diese als ID-Kort.
In den Großstädten Göteborg und Stockholm herrscht Wohnungsmangel. Insbesondere zentral gelegene Wohnungen sind sehr begehrt und man muss sich regelrecht darum bewerben. Auch hier ist es üblich, dass Referenzen in Form des vorigen Vermieters oder Arbeitgebers gefordert werden. Viele Wohnungen auch (zeitbegrenzt) in zweiter Hand weiter vermietet ("andrahandskontrakt").
Tipps:
Alltag in Schweden - Auswandern, Leben und Arbeiten: Ein Praktischer Ratgeber für alle Neuankömmlinge
von Delia Kübeck, 2009
Schwedentraum: Erfahrungsbericht einer Auswanderung
Erfahrungsbericht einer Auswanderung von Andrea und Petra Potthoff, 2005
Schwedentraum - Wie es weiterging!: Erfahrungsbericht einer Auswanderung Band 2
Erfahrungsbericht einer Auswanderung von Andrea und Petra Potthoff, 2008
Mein Haus in Schweden: Der praxisnahe Ratgeber zum Thema Hauskauf in Schweden
Erfahrungsbericht einer Auswanderung von Andrea und Petra Potthoff, 2007
Schweden für Einsteiger
Das Buch für die erfolgreiche Auswanderung von Hiltrud Baier, 2007
Kompetente Antworten auf alle Frage zu diesem Thema erhält man im
Forum "Auswandern - Job - Studium"
Nützliche Informationen finden sich in
diesem PDF-Dokument zum Thema Arbeitssuche in Schweden.