Studieren in Schweden

Anmerkung: Ein Teil der Informationen auf dieser Seite ist inzwischen mehr als 10 Jahre alt. Da das Thema nach wie vor aktuell ist, besteht diese Seite weiter, da sie vielleicht den einen oder anderen hilfreichen Tipp enthält. Bitte informiere Dich jedoch zusätzlich bei aktuellen Quellen. Ein Auslandsstudium steht und fällt mit Deiner Eigeninitiative und Kreativität beim Beschaffen von Informationen.

Ein Auslandsstudium kann ich nur jedem zur Erweiterung seines persönlichen Erfahrungsschatzes empfehlen. Schweden bietet sich hierbei an, weil man auch nur mit der englischen Sprache schon gut zurechtkommen kann und ein paar Brocken Schwedisch schnell erlernt sind.

Zumindest das Zimmer lässt sich dabei in der Regel über ein Erasmus-Stipendium finanzieren. Bei der Suche nach einer Bleibe erhält man üblicherweise Unterstützung vom Auslandsamt der Gastuniversität. Das Studium selbst ist in Schweden etwas anders eingeteilt als in Deutschland, etwas "verschulter" kann man sagen. Ein Student soll pro Semester ("termin") 30 ECTS Punkte in verschiedenen Kursen erwerben. Früher hatte Schweden ein System mit 20 Hochschulpunkten ("poäng") Die Kurse bestehen nicht nur aus Vorlesungen, sondern auch aus Übungen, Laborveranstaltung und einer festgelegten "Zeit zum Selbststudium". Die Prüfungen finden dabei direkt im Anschluss an die Veranstaltungen in kurzer Zeit statt. Jedes Semester ("termin") ist unterteilt in zwei Vorlesungsabschnitte ("läsperiod"), während der Student nur relativ wenige Veranstaltungen gleichzeitig hört, die aber daför umso intensiver behandelt.

Das Herbstsemester ("hösttermin") beginnt in Schweden bereits am 1. September und dauert mit Prüfungen bis Mitte Januar. Das Frühlingssemester ("vårtermin") dauert bis Anfang Juni. Oft gibt des vor Beginn des Herbstsemester noch zwei Einführungswochen für die Austauschstudenten, sodass man seinen Terminplan so einrichten sollte, dass man bereits Mitte August ankommen kann.

Schwedische Universitäten und Hochschulen

siehe Wikipedia.

Frequently Asked Questions

Was kann man in Schweden machen?

Eigentlich fast alles. In der Regel entweder der Besuch von Vorlesungen oder ein Projektarbeit wie Studien- oder Diplomarbeit. Letzteres erfordert die Abstimmung mit einem betreuenden Professor an der deutschen Hochschule.

Wieviel Vorbereitungszeit braucht man für ein Auslandsstudium?

Du solltest mit mindestens zwölf Monaten rechnen. Dinge können mehrere Monate liegenbleiben und darauf sollte man eingestellt sein.

An wen wendet man sich am besten?

Zunächst ist der Ansprechpartner das lokale Auslandsamt an Deiner Universität. Dort kann man Dir Auskunft geben über eventuell bestehende Kontakte zu Partnerunis, bilaterale Austauschprogramme usw. Außerdem ist dies Deine Anlaufstelle, wenn es um Fragen zur Finanzierung (Stipendium, Auslands-Bafög etc.) geht.

Als erste Informationsquelle sind die Webseiten der gewünschten Universitäten zu empfehlen. Hiernach kannst Du mit dem dortigen Auslandsamt Kontakt aufnehmen und ggf. (für Projektarbeiten) eine Person in dem dortigen Institut kontaktieren.

Welche Möglichkeiten zur Finanzierung gibt es?

Stipendien, Auslands-Bafög oder das ERASMUS-Programm der EU. Näheres weiß hierzu Dein Auslandamt. Eine weitere Möglichkeit ist der DAAD (Deutscher akademischer Austausch-Dienst).

Wie wohnt man?

Im Studentenwohnheim. Bei der Wohnraumsuche ist normalerweise das dortige Auslandsamt behilflich oder es gibt (wie in Lund) ein eigenes Büro für die Wohnraumvermittlung an Austausch-Studenten. Bei der Vergabe werden üblicherweise die Studenten aus dem ERASMUS-Programm und gleichgestellte bevorzugt. Auch wenn die Vergabe zum Teil erst recht kurzfristig erfolgt, sollte man bei rechtzeitiger Anmeldung zu Semesterbeginn auch wirklich ein Zimmer bekommen. Zu warnen ist vor einigen privaten Vermietern, die Austauschstudenten zu hohen Preisen Zimmer schlechter Qualität anbieten. Diese "schwarzen Schafe" sind in der Regel dem Auslandsamt vor Ort bekannt.

Wie gut muss man Schwedisch sprechen?

Es haben schon Austauschstudenten geschafft, ohne ein Wort Schwedisch zu sprechen, dort zu studieren. Dennoch können ein paar Worte nie schaden, und die Sprache ist für Studenten mit deutscher Muttersprache recht einfach erlernbar. In der Regel werden für die Austauschstudenten zunächst ein Einführungskurs angeboten und dann noch weitere Kurse parallel zum Semester. Du kannst evtl. auch bereits an Deiner Heimatuni einen Sprachkurs belegen. Formulare bei Anmeldung, Wohnraumanmietung etc. sind ohnehin in der Regel in englischer Sprache.

Wie bekommt man einen Praktikumsplatz?

Bei den Praktika gibt es nicht die Unterstützung durch die Universitäten, die Austauschstudenten gewährt wird. Dennoch gibt es Organisationen, die bei der Vermittlung studentischer Praktikumsplätze behilflich sind. Für den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich ist das der IAESTE, aber entsprechende Organisationen gibt es auch für andere Studienrichtungen. (Beim IAESTE ist es allerdings u. U. schwer, sich konkret für ein Zielland zu bewerben, aber es gibt ja auch noch andere schönen Plätze.) Ansonsten bleibt die Möglichkeit, sich direkt an ein Unternehmen seiner Wahl zu wenden, Adressen findet man am besten mit den schwedischen Suchmaschinen (z. B. www.yahoo.se ). Ein paar Brocken Schwedisch helfen hierbei schon viel weiter... Außerdem gibt es noch Internet-Jobbörsen in Schweden, zum Beispiel www.jobbsafari.se.

Wer beantwortet meine weiteren Fragen?

Dafür gibt es das Schwedenforum zum Thema Studium und Auswandern.